Leitbild

  1. Wissenschaftlichkeit

Wir bewerten Sachverhalte nicht aufgrund von Mutmaßungen und Vorverurteilungen, sondern suchen nach wissenschaftlichen Lösungswegen und einer tatsachenbasierten Aufarbeitung. Dabei fokussieren wir vor allem gesellschaftliche Phänomene und Problemlagen, die wir theorie- und faktengeleitet hinterfragen, beleuchten und modellieren. Gerade im Feld der Fankulturforschung sehen wir besonderen Handlungsbedarf hinsichtlich einer wissenschaftlich- und faktenbasierten Aufarbeitung bestehender Fragestellungen. Denn im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Handlungsfeldern kursieren hier im öffentlichen, medial inszenierten und politischen Diskurs immer wieder Positionen, die sich auf Pauschalisierungen, Alltagstheorien, Vorurteilen und sogar Verschwörungstheorien stützen. In der Konsequenz werden zuweilen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Kommunikations- und Streitkultur, aber auch die Idee des sportbezogenen Fairplay auf die Probe gestellt. Die erheblichen Auswirkungen der Fan-Kultur auf die Gesellschaft und das Leben der Menschen machen eine neutrale und wissenschaftsbasierte Forschung in diesem Bereich unabdingbar.


  1. Transparenz

Neben der anspruchsvollen theoretischen und empirischen Arbeit bilden das Herstellen von Transparenz und die Praxis offener und seriöser Recherche zentrale Eckpfeiler unseres Selbstverständnisses.


  1. Phänomen Fan

Wir betrachten Fußballfans weder als Forschungsobjekte noch als lediglich potentielle „Störer“ einer Großveranstaltung, sondern als Menschen, die über das individuelle Ausleben ihres Fan-Seins und dessen positiven wie negativen Aspekten unser Interesse wecken. Ferner fasziniert uns die große Reichweite des Phänomenbereichs, der sich über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg erstreckt.


  1. Kommunikation

Unser Ziel ist es, Zusammenhänge zu versachlichen. Sensationsheischende Berichterstattung und Vorverurteilungen lehnen wir ab. Auch und gerade im Zusammenhang mit Fans müssen grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie z.B. die Unschuldsvermutung beachtet werden. Wir regen insoweit an, dass auch die Medienschaffenden ihre Grundsätze zur Verdachtsberichterstattung hinterfragen.